Wie alles begann
Genealogie – Spurensuche nach den Vorfahren und Zeitreise durch die Kulturen. Der spannende Exkurs in die Familiengeschichte zeigt: Ahnenforschung ist viel mehr als nur die Suche nach Verwandten.
Quelle: Familienbuch Euregio
Wie der Stein ins Rollen kam….
In Israel werden Schülerinnen und Schüler in der siebten Klasse im Rahmen eines „Wurzelarbeit-Projektes“ gebeten, ihren Stammbaum zu erforschen und Interviews mit nahen Verwandten zu führen. Auch mein Sohn Daniel hatte dieses „Vergnügen“ – und ich half ihm dabei.
Schnell wurde aus seinem Projekt mein eigenes. Als ich begann, den Stammbaum anzulegen und dabei auf Menschen stieß, von deren Existenz ich bis dahin nichts wusste, erfasste mich diese ganz besondere Faszination. Wer waren diese Menschen? Wie haben sie gelebt? Welche Wege haben sie genommen? Es war um mich geschehen.
Im Zuge meiner scheinbar endlosen Entdeckungsreise lernte ich auch Iris Gedig, die Betreiberin der Genealogieseite Familienbuch Euregio kennen. Während unserer Korrespondenz bat sie mich um Unterstützung bei der Suche nach einer Person in Israel.
Lesen Sie die faszinierende Geschichte von Luc van Gessel und Ikey Schwarz…
Familienforschung – das ist Faszination pur!
Hat man erst einmal mit der Ahnenforschung begonnen, lässt sie einen nicht mehr los. Immer wieder zieht es einen zurück zu den Dokumenten, den Archiven und den offenen Fragen. Stunden vergehen wie im Flug, während man nach dem fehlenden Puzzleteil sucht. Man stöbert in Online-Archiven, entziffert alte Handschriften und freut sich über jeden noch so kleinen Hinweis.
Jeder neue Fund eröffnet eine weitere Tür in die Vergangenheit. Und manchmal führen gerade die unscheinbaren Hinweise zu den spannendsten Entdeckungen.
Irgendwann kam der Moment, an dem mir klar wurde: Das soll nicht länger nur ein Hobby bleiben. Meine Leidenschaft für Familienforschung sollte zu meinem Beruf werden.
Gedacht, getan.
Seitdem ist viel Zeit vergangen. Mein eigener Stammbaum ist stetig gewachsen, ich habe Verwandte gefunden, von deren Existenz ich nichts wusste, und aus manchen dieser Begegnungen sind wunderbare Freundschaften entstanden.
Auch bei der Erforschung fremder Familien durfte ich viele bewegende Momente erleben. Besonders dann, wenn es gelingt, Menschen über Ländergrenzen hinweg wieder miteinander zu verbinden oder Familienzweige zusammenzuführen, die sich über Generationen aus den Augen verloren hatten.
Heute lebe ich in Deutschland und unterstütze Menschen weltweit bei der Suche nach ihren familiären Wurzeln. Die Begeisterung, die mit Daniels Schulprojekt begann, ist dabei bis heute dieselbe geblieben.
Wenn auch Sie sich schon länger mit dem Gedanken beschäftigen, mehr über Ihre Vorfahren zu erfahren, aber nicht wissen, wo Sie mit der Suche beginnen sollen, unterstütze ich Sie gerne dabei.
Denn es gibt kaum etwas Schöneres, als wenn aus einem Namen in einem alten Dokument plötzlich ein Mensch wird – oder wenn nach Jahrzehnten ein Telefon klingelt und am anderen Ende jemand bewegt sagt: „Hallo, hier ist Pit. Ich glaube, wir sind verwandt.“